„TOSHNA”, EINE SEHR HOCHWERTIGE WERKDRUCKSCHRIFT

Veröffentlicht auf von Ideenhaus

Ich,  die "Toshna", bin eine sehr hochwertige Werdruckschrift, welche von der Renaissance Antiqua abstand. Viele Vorfahren haben mich geprägt und mein absolutes Vorbild ist die Tschötner Antiqua. Sie wurde von Hellmuth Tschörtner im Jahre 1955 für den Satzdruck entwickelt. Dieser wollte eine Werkdruckschrift entwerfen, eine Buch-Antiqua auf klassicher Grundlage, die der damaligen Zeit angepasst war und doch nicht modisch erscheint. Sie sollte schön und klar und ins Besondere gut lesbar sein.

Andreas Seidel von der German Type Foundry | GTF nahm sich den Vorzügen dieser Antiqua an und so entstand seine gefühlvolle Neuinterpretation, ich, die „Toshna“.

Fortan diene ich als hervorragende, hochwertige Werkdruckschrift und habe auch eine ausgebaute Displayschrift und eine Kursive im kalligrafischen Stil im Gepäck. Ich bin zwar eher für den Druck auf Papier geschaffen, doch dank eines guten Hintings mache ich auch, trotz meiner Rundungen, am Bildschirm eine passable Figur.

Meine Serifen sind durchgängig kräftig. So, als würde ich mit übergroßen Plateauschuhen Ziegelsteine auf dem Kopf spazieren tragen. Meine absolute EIgenart ist das versale Eszett. Üblicherweise arbeiten die meisten Typografen mit dem Leipziger Eszett, doch ich bin mit der so genannten Dresdner Form ausgestattet. Auch Kapitälchen. das sind kleine Großbuchstaben, sind bei mir zu finden. Der Clou ist , dass meine Kapitälchen im Display-Schriftschnitt wesentli höher als im Werkdruckschnitt sind. Schließlich soll ich beeindrucken können, wenn ich die große Leinwand betrete. Im Werktext wäre dies nicht wünschenswert und so ordnen sich dort die Kapitälchen unter und lehnen sich an die x-Höhe der Minuskeln an.
Als weiterer Vorzug ist sicherlich auch noch meine Palette an Ziffern zu erwähnen. Ich biete Mädieval- und Versalziffern, Kapitälchenziffern für Brüche und sogar römische Zahlen.

Als letztes möchte ich noch erwähnen, dass ich dank OpenType, so heißt das Format, in dem ich als Font bzw. als Gruppe von Fonts existiere, einen üppigen Zeichenvorrat vorweisen kann. Fast sämtliche lateinisch, europäischen Sprachen lassen sich mit mir setzen und bin somit als Neuentdeckung des Jahres 2008 sicherlich nicht zu verkennen.

Wer mich einmal genauer sehen möchte, findet mich bei www.germantype.com




































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